Das Warten hat endlich ein Ende – das Bluetooth-Thermometer von Ovy ist da! Das erste Mal habe ich im Februar 2017 von Ovy berichtet und war von Beginn an Feuer und Flamme für die Vision der beiden Gründerinnen. Seit dem ist viel Zeit vergangen, und nicht nur die App hat sich stetig weiter verbessert, auch das Bluetooth-Thermometer, auf das wir alle sehnlichst gewartet haben, ist endlich ready und so gut wie versandfertig! Ich durfte es schon vorab testen und darf euch nun exklusiv erste Einblicke geben!

 

Hinweis: Ich habe das Thermometer kostenlos von der Ovy GmbH zur Verfügung gestellt bekommen. Darüber hinaus gibt es keine vertraglichen Vereinbarungen. Weder wurde ich für das Schreiben eines Beitrages, noch für dessen inhalt bezahlt. Ich berichte über dieses Produkt aus freien Stücken und selbstverständlich beruht dieser Beitrag auf meiner eigenen Meinung. Dieser Artikel enthält Affiliate Links.

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Was ist ein Bluetooth-Thermometer und wie funktionierts?

Das neue Bluetooth-Thermometer von Ovy funktioniert in Verbindung mit der Ovy App. Beides wurde von Frauen für Frauen entwickelt, um die natürliche Verhütung so einfach wie möglich zu gestalten. Um in einem Zyklus die fruchtbaren Tage so genau wie möglich bestimmen zu können, benötigt die App die tägliche Messung der Basaltemperatur, die Beschaffenheit des Zervixschleims und die Eingabe der Menstruation. Anhand dieser Parameter bestimmt die App die fruchtbaren Tage im Zyklus. Mit dem neuen Bluetooth-Thermometer wird die morgendlich gemessene Temperatur ohne Aufwand und kabellos in die App übertragen, die dann ihren Job macht.

 

Fakten & Funktionen des Ovy-Thermometers

Mal abgesehen davon, dass es schon durch seine Optik besticht, hat das Bluetooth-Thermometer von Ovy noch einige andere tolle Eigenschaften. Besonders positiv aufgefallen ist mir die beleuchtete Themperaturanzeige, die wirklich gut gelungen ist, und der flexible Messfühler, der die Messung sowohl oral als auch vaginal sehr angenehm macht. Was aber viel wichtiger ist, sind die technischen Vorteile dieses kleinen Geräts!

 

Meine persönlichen Top 3 der Lieblingsfunktionen

Für mich persönlich die drei mit Abstand tollsten Funktionen. Ich war also absolut schockverliebt!

Ton, Vibration oder stumm

Beim Bluetooth-Thermometer von Ovy kann man sich aussuchen, ob man sich das Messende durch einen angenehmen Signalton oder durch sanfte Vibration signalisieren lassen möchte. Man kann auch beides deaktivieren. Eingestellt wird dies über die Ovy App.

Volle 3 Minuten Messdauer!

Viele Mädels (inkl. mir) sind schon länger von gängigen Thermometern genervt, die nach max. 60 Sekunden Messung schon piepsen, aber dennoch volle 3 Min. weiter gemessen werden muss. Warum 3 Minuten? Weil es das Regelwerk (NFP Sensiplan) so vorgibt.

Akku statt Batterie

Das Thermometer verfügt über einen Akku und kann mit dem in der Lieferung enthaltenem Ladekabel (Mini-USB) einfach aufgeladen werden. Die Akkulaufzeit reicht für ungefähr 80 Messungen aus. Das Gerät muss also nicht oft aufgeladen werden.

Alle wichtigen Infos und Fakten hier nochmal in kurzen Stichpunkten auf einen Blick:
  • Übertragung der Daten, ohne die App zu öffnen
  • Speichern von bis zu 30 Messungen auf dem Gerät, so muss nicht täglich synchronisiert werden
  • Aufladen des Thermometerakkus mit dem enthaltenen USB-Kabel
  • Akkulaufzeit reicht für rund 80 Messungen
  • Schalten des Signaltons bei Beendigung der Temperaturmessung auf stumm oder Vibration
  • 3 Minuten-Standardmesszeit nach Regelwerk
  • flexible Messspitze für die orale und vaginale Messung
  • Algorithmus der App basiert (bis auf die Prognose-Funktion) auf dem Sensiplan-Regelwerk

Fakten & Funktionen der Ovy App

Die Ovy App ist seit Anfang 2017 auf dem Markt. Seitdem hat sich sehr viel getan. Gestartet ist Ovy nämlich mit einem eigenen Algorithmus. Dieser orientierte sich zwar an den wichtigsten NFP-Regeln, war aber nicht regelkonform. Mittlerweile ist bei der Ovy App alles neu! Seit dem Update im September 2017 ist die App nun komplett NFP-tauglich, und das werden auch alle sofort bemerkt haben, die sie von Beginn an nutzen.

 

Was hat sich bei Ovy geändert und welche Regeln gibt’s im Algorithmus?

In der ersten Zeit verzichtete Ovy sowohl auf die Muttermundbeobachtung als auch auf die klassischen Begriffe des Zervixschleimzustands. Statt dessen gab es früher nur die Wahl zwischen „trocken, cremig, wässrig, eiweißartig und spinnbar“. Mittlerweile ist beides regelkonform. Es gibt jetzt die Möglichkeit, die Muttermundbeobachtung als zweites Symptom zu wählen. Auch die Zervixschleimbeobachtung umfasst jetzt alle Begriffe, sprich: t, ∅, f, S und S+ sowie (S) und (S+). Neben den Begrifflichkeiten finden sich mittlerweile auch alle gängigen Regeln im Algorithmus.

Genauer gesagt folgende Regeln:

Regel 1: Zyklusbeginn
Regel 3: 5-Tage-Regel
Regel 4: Temperatur
Ausnahmeregel 1: Temperatur
Ausnahmeregel 2: Temperatur
Regel: 5: Zervixschleim
Sonderregel 2: Zervixschleim
Sonderregel 3: Zervixschleim
Regel 6: MuMu
Regel 7: Nach dem Eisprung

Um den NFP-Newbies trotz der Änderungen den Einstieg zu erleichtern, gibt es neben jeder Eingabemöglichkeit einen Info-Button. Dort können nochmal alle wichtigen Informationen abgerufen und immer nachgelesen werden. Darüber hinaus gibt es nun auch die Partner-App für die Männer der Schöpfung. So können eure Männer, Ehemänner oder Lebensgefährten euren Zyklus immer live mitverfolgen und wissen immer Bescheid.

Was ist nicht regelkonform?

Dennoch gibt es zwei Dinge, die nicht komplett regelkonfom sind.

Prognosen

Bei der klassischen NFP nach Sensiplan gibt es keine Prognosen, d.h. weder Eisprung noch Menstruation dürfen „vorhergesagt“ werden. Das ist auch ganz gut so, da keine Vorhersage so genau ist, dass man sich in Sachen Verhütung 100 % darauf verlassen sollte.

Die Ovy App trifft jedoch eine Vorhersage für Eisprung und Periode. Diese sollen aber keinesfalls eine zuverlässige Aussage bzgl. der Verhütungssituation geben, sondern einfach nur einen Überblick darüber, wann evtl. Eisprung und Periode in diesem Zyklus und den nächsten Zyklen anstehen könnten.

Fruchtbarkeitsstatus

Ebenfalls nicht regelkonform ist die Aussage über den Status der aktuellen Fruchtbarkeit. Bei der klassischen NFP nach Sensiplan gibt es für den Status der Fruchtbarkeit nur die Bezeichnungen „fruchtbar“ oder „unfruchtbar“.

Bei Ovy heißt es jedoch: „Chance auf Schwangerschaft gering, mittel oder hoch“. Hier ist es wichtig zu wissen, dass nur die Bezeichnung „gering“ als unfruchtbar einzustufen ist, „mittel“ und „hoch“ hingegen als potentiell fruchtbar gewertet werden sollte.

Möchte man die App also regelkonform nutzen, gilt:

Die Prognosen zu Eisprung und Periode ignorieren und nur den Status „Chance auf Schwangerschaft gering“ als unfruchtbar werten!

WICHTIGER HINWEIS!

Natürliche Verhütung ist nur dann extrem sicher, wenn du die körplicherlichen Grundlagen und das Regelwerk verstanden hast! Keine App und kein Zykluscomputer auf dieser Welt kann dieses Basiswissen komplett ersetzen oder dir die Verantwortung abnehmen. Bevor du also startest, bereite dich vor. Du kannst das Standartwerk ""Natürlich & sicher" lesen, dich auf "myNFP" einlesen, eine Beratung bei den Kollegen von Sensiplan in Anspruch nehmen oder meinen neuen NFP-Onlinekurs machen.

Du fährst ja auch kein Auto ohne Führerschein...

FRAGEN & ANTWORTEN

Die Fragen, die ich gleich beantworten werde, sind zusammengesammelt aus Mails, Instagram und Nachrichten. Da ich erst im nächsten Zyklus mit dem ausführlichen Test beginnen kann, ist die Beantwortung dieser Fragen nur aus technischer Sicht und anhand offizieller Fakten möglich.

 

Wo liegt der Unterschied zwischen Daysy und dem Ovy?

Daysy ist ein voll funktionsfähiger Zykluscomputer, das heißt: Sowohl Temperaturmessung als auch Algorithmus, Auswertung und Anzeige der Fruchtbarkeit sind in dem Gerät selbst enthalten. Daysy funktioniert also unabhängig von der App, mit der man sie verbinden kann.
Ovy ist eine Kombination aus Basalthermometer, das mittels Bluetooth mit der dazugehörigen App verbunden werden kann. Hier überträgt das Thermometer nur die Temperatur schnurlos an die App, in der dann der Algorithmus steckt. Die App funktioniert auch ohne das Bluetooth-Thermometer, also mit jedem gängigen Basalthermometer und manueller Eingabe. Mehr Fragen zu Daysy werden hier beantwortet.

 

Welchen Unterschied gibt es zwischen Ovy und dem mySense?

Hier gibt es zwei wichtige Unterschiede. Der erste Unterschied ist natürlich die App. Der Algorithmus von Ovy ist  – abgesehen von der Prognosefunktion – auf Basis des NFP nach Sensiplan-Regelwerkes.
Der Algorithmus der mySense-App basiert auf dem von cyclotest entwickelten Algorithmus zur Symptothermalen Methode, der schon seit vielen Jahren im myWay verwendet wird.

Der zweite Unterschied liegt in den Funktionen der beiden Bluetooth-Thermometer. Beispielsweise kann man beim Ovy-Thermometer zwischen Signalton, Vibration und „stummer“ Messung wählen. Außerdem besitzt es einen Akku und kann mit einem USB-Kabel aufgeladen werden. Zum Übertragen der Daten muss man die App nicht öffnen. Diese Funktionen hat das mySense nicht.

 

Wertet die App nach dem gleichen Algorithmus aus wie die myNFP-App?

Nein! Die App myNFP ist zu 100% NFP nach Sensiplan regelkonform, während Ovy zwar alle Regeln im Algorithmus hat, aber dennoch einige Punkte (Fuchtbarkeitsangabe, Prognosen) nicht komplett ins Sensiplan-Regelwerk gehören. Wer sich also nur sicher fühlt, wenn die App alle Voraussetzungen erfüllt, der muss weiterhin manuell messen und den Wert übertragen.

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Günstigere Alternative

Ja, das neue Bluetooth-Thermometer von Ovy ist – auch wenn es seinen Preis absolut wert ist – nicht ganz billig. Nicht jede möchte soviel Geld für ein solches Tool ausgeben, und vielleicht können sich es auch einige einfach nicht leisten. Gute Nachricht! Wenn man auf ein paar Vorteile des Original-Thermometers verzichten kann, lässt sich auch eine andere Bluetooth-Variante mit der Ovy App verbinden.

Ovys technischer Partner und Hersteller ihres Thermometers, die Firma Breuer, bringt am 20. Dezember ein weiteres Bluetooth-Modell auf den Markt. Auch dieses verfügt über die Messzeit von 3 Minuten sowie die kabellose Übertragung der Temperatur. Allerdings gibt es bei diesem „Light-Modell“ meine beiden Lieblingsfunktionen nicht: Das Thermometer von Breuer ist batteriebetrieben und somit leider nicht aufladbar. Außerdem gibt es keine Möglichkeit, den Signalton durch eine Vibration zu ersetzen. Wem diese beiden Optionen nicht so wichtig sind, ist sicherllich auch mit der günstigeren Variante happy.

Noch nicht getestet!

Das Thermometer von Breuer habe ich natürlich sofort bestellt, um mich selbst von seinen Funktionen zu überzeugen. Da die Auslieferung aber leider erst ab dem 20. Dezember startet, habe ich noch keine persönlichen Erfahrungen und kann zu Funktionen und Nutzung noch Genaueres nichts sagen.

 

Über die Autorin dieses Artikels

Isabel ist Gründerin von Generation Pille und Autorin der Bücher "ByeBye Pille" und "Kleine Pille, große Folgen". Ziel der Seite und jedem einzelnen Beitrag ist es, Frauen zu helfen, ihren Körper besser zu verstehen, Symptome zu deuten und sowohl körperliche als auch hormonelle Zusammenhänge zu begreifen. Der Fokus ihrer Beiträge liegt hierbei ganz klar auf den Themengebieten Frauengesundheit, Hormone, hormonelle Beschwerden und natürliche Verhütung.
Instagram: @_isabelmorelli_
Kontakt: hello@generation-pille.com