Die Suche nach dem richtigen Arzt gestaltet sich leider meistens wie die Suche nach dem perfekten Schuh. Man muss viele anprobieren bis endlich einer passt.

Im Normalfall startet diese Reise entweder beim Hausarzt oder beim Gynäkologen. Findet einer dieser beiden Ärzte Auffälligkeiten im Blutbild, wird man anschließend an den jeweiligen Facharzt überwiesen. Dies können in verschiedenen Fällen folgende Fachärzte sein:

Internist

Ein Internist ist zuständig für die gesamte innere Medizin. Sie befasst sich mit dem Aufbau, der Funktion und den Erkrankungen sämtlicher Organsysteme unseres Körpers. Ein Facharzt für Innere Medizin ist auf die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Fehlfunktionen unserer Körpersysteme spezialisiert. Wird eine Fehlfunktion gefunden, folgt meist die Überweisung an einen weiteren Facharzt.

Endokrinologe

Eigentlich genau der richtige Ansprechpartner für Hormonprobleme, da dieses Fachgebiet sich mit allen Hormonen befasst. Endokrinologie ist die Lehre von den endokrinen Drüsen oder „Drüsen innerer Sekretion“. Hierzu gehören beispielsweise die Schilddrüse, die Nebennieren, die Hirnanhangsdrüse, die Bauchspeicheldrüse und natürlich die Ovarien.

Radiologe

Hier landen meist nur die Patienten, bei denen eine Schilddrüsenfunktionsstörung vermutet wird. Zur genauen Schilddrüsendiagnostik gehören neben der Auswertung der Blutwerte, die Schilddrüsensonographie (Ultraschall) und die Schilddrüsenszintigraphie.


Wenn man Glück hat, bekommt man von einem dieser Ärzte schon die passende Hilfe. Leider ist das aber eher selten der Fall. Bei den meisten Betroffenen erfolgt nicht einmal die Überweisung zum Facharzt, weil spezielle Untersuchungen nicht als notwendig angesehen werden.

Selbst wenn der lang ersehnte Termin beim Facharzt stattfindet, ist nicht immer automatisch Hilfe in Sicht, denn auch bei einem Facharzt kann es passieren, dass nur oberflächlich untersucht wird. Sind dann z.B. die Schilddrüsenwerte (die meist zuerst untersucht werden) in Ordnung, gilt man ganz schnell „kerngesund“.

Und wenn man ganz viel Pech hat,  wird man – nachdem man seine Beschwerden trotz guter Werte beteuert – als Hypochonder oder psychisch labil abgestempelt. Nicht wenige Betroffene werden während oder auch nach der Verwendung hormoneller Verhütungsmittel mit Psychopharmaka behandelt.


Falls der „normale“ Weg in einer Sackgasse endet, hat man als Patient allerdings immer noch Möglichkeiten, für seine Gesundheit zu kämpfen.

Mediziner, die sich auf die Behandlung mit bioidentischen Hormonen und orthomolekulare Medizin (Vitamine, Mineralien, Mikronährstoffe, etc.) spezialisiert haben.

Ärzte, die unabhängig von der Pharmaindustrie arbeiten und einem keine Medikamente andrehen, die nicht sein müssten. Das Verzeichnis dieser, wie sie sich selbst nennen, unbestechlichen Ärzte ist hier zu finden.

→ Heilpraktiker, die leider von vielen Patienten unterschätzt und nicht richtig ernst genommen werden. Das ist falsch! Sie nehmen sich Zeit, gehen auf jeden Patienten ein und versuchen nicht, Symptome nur oberflächlich zu behandeln, sondern die Ursache für die Probleme zu finden und zu heilen. Auch hier gibt es verschiedene Fachbereiche. Ich rate dazu, nach einem Heilpraktiker zu suchen, der sich mit den verschiedenen Hormonen und dem Zusammenhang der endokrinen Organe auskennt.

→ Alternativ behandelnde Gynäkologen behandeln sowohl schulmedizinisch als auch alternativ, kennen sich gut mit Hormonen aus und helfen gerne auch bei der Beratung hormonfreier Verhütung.

→ Selbsthilfe, denn wenn alle Stricke reißen, kann man auch selbst aktiv werden. Es besteht die Möglichkeit, Hormonspeicheltests direkt nach Hause zu bestellen. Die Testergebnisse inklusive ausführlicher Auswertung bekommt man dann nach kurzer Zeit zugeschickt. Meist verfügen diese Labor-Dienstleister auch über eine Liste mit Ärzten und Heilpraktikern.

Hier seien als Beispiel genannt:

Hormonselbsthilfe: Speichelhormontests (in Zusammenarbeit mit Censa – Centrum für Speichelanalyse), Vermittlung medizinischer Fachkräfte (Hormonberaterliste), Hilfe bei hormonellen Fragen durch medizinisches Fachpersonal.  Zur Hormonselbsthilfe geht’s hier.

Medivere/GanzImmun Diagnostics: Speichelhormontests, Labor-Hotline, Ärzte- und Heilpraktikerliste. Zu Medivere geht’s hier.

 


 

Wie sind deine Erfahrungen mit Ärzten? Tipp es in die Kommentare! 
Ratgeber
Über die Autorin dieses Artikels

Isabel ist Gründerin von Generation Pille und Autorin der Bücher "ByeBye Pille" und "Kleine Pille, große Folgen". Ziel der Seite und jedem einzelnen Beitrag ist es, Frauen zu helfen, ihren Körper besser zu verstehen, Symptome zu deuten und sowohl körperliche als auch hormonelle Zusammenhänge zu begreifen. Der Fokus ihrer Beiträge liegt hierbei ganz klar auf den Themengebieten Frauengesundheit, Hormone, hormonelle Beschwerden und natürliche Verhütung.
Instagram: @_isabelmorelli_
Kontakt: hello@generation-pille.com