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Sicher hast du schon einmal vom vaginalen Mikrobiom gehört – die Polizei unserer Vagina. Ein Schutztrupp aus einer Menge „guter“ Bakterien, die dafür sorgen, dass Krankheitserreger fernbleiben und deine Vagina gesund bleibt. Gerät dieses vaginale Mikrobiom jedoch aus dem Gleichgewicht, kann eine sogenannte bakterielle Vaginose entstehen. Was man darunter versteht und welche Behandlungsmöglichkeiten es jenseits des Antibiotika-Regals gibt, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist eine bakterielle Vaginose?

In unserer Vagina tümmeln sich eine Vielzahl von „guten“ Keimen, die unsere Vagina gesund halten. Das machen sie, indem sie den Platz „böser“ Krankheitserreger wegnehmen und diese nicht eindringen lassen. Zusätzlich produzieren sie auch antimikrobielle Stoffe, die zum Abtöten dieser Krankheitserreger dienen.

Leitbakterium unserer Vagina ist das sogenannte Laktobazillus (auch als Döderlein-Stäbchen bezeichnet), das aus abgestorbenen Zellen unserer Vaginalschleimhaut Milchsäure (Laktat) herstellt. Genau aus diesem Grund ist das vaginale Milieu auch sauer (pH<4,5). Und das mögen krankheitserregende Bakterien gar nicht!

 

Das bedeutet also: Ist unser vaginales Mikrobiom gesund, hält das auch unsere Vagina gesund!

 

Gerät das Gleichgewicht unseres vaginalen Mikrobioms jedoch ins Wanken und die Anzahl „guter“ Keime ist reduziert, können sich „böse“ Krankheitserreger verstärkt ansiedeln und vermehren. Man spricht auch von einer Dysbiose (Ungleichgewicht): Die Anzahl schützender Laktobazillen verringert sich, während die „krankmachenden Bakterien“ wie Gardnerella vaginalis und Atopobium vaginae zunehmen. Dadurch steigt auch der pH-Wert auf über 4,5 an, so dass sich Krankheitserreger noch wohler fühlen und sich in sogenannten Biofilmen an der Vaginalwand anlagern. Das ist eine Art Schutzwall, hinter dem sich die Keime verstecken und somit besser vor unserem eigenen Immunsystem, aber auch vor z. B. Antibiotika geschützt sind.

Die Bakterielle Vaginose (BV) stellt den häufigsten dieser Dysbiose-Zustände dar. Sogar jede dritte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an einer BV und ca. 5 – 10 % der betroffenen Frauen berichten von chronischen, also wiederkehrenden Verläufen.

Typischerweise kann sich eine bakterielle Vaginose mit gräulichem dünnflüssigem oder schaumigem Ausfluss sowie ggf. fischigem Geruch bemerkbar machen. Außerdem kann es zu Juckreiz und Hautreizungen im äußeren Vaginalbereich sowie Schmerzen beim Sex oder Wasserlassen kommen. Die Hälfte der Frauen, bei denen im Vaginalabstrich die typische Bakterienkonstellation für eine vaginale Bakteriose nachgewiesen werden konnte, zeigen jedoch keine Symptome. Trotzdem sollte eine bakterielle Vaginose nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn es besteht die Gefahr, dass die krankheitserrregenden Bakterien weiter aufsteigen und so auch in anderen Teilen des Urogenitaltraktes Entzündungen hervorrufen können.

 

Wie du einer bakterielle Vaginose langfristig den Kampf ansagen kannst, kannst du weiter unten nachlesen.

Warum entsteht eine Vaginose?

Auf die Frage, warum gerade du unter einer bakteriellen Vaginose leidest, gibt es viele unterschiedliche Antworten. Denn die Ursachen einer bakteriellen Vaginose sind vielfältig!

Folgende Faktoren können eine Dysbalance in deinem vaginalen Mikrobiom begünstigen:

  • ein zeitweise angegriffenes Immunsystem durch z. B. Erkältungen
  • häufiger Geschlechtsverkehr: Einerseits kann Sperma kurzzeitig das vaginale Milieu neutralisieren, andererseits kann ein häufiger Wechsel der Sexualpartner:innen und dadurch der Kontakt zu wechselnden Mikrobiomen der Sexualpartner:innen deine Vaginalflora durcheinander werfen.
  • Nutzung von zu aggressiven Reinigungsmitteln, die den pH-Wert deiner Vagina verändern können
  • Hormonveränderungen (z. B. nach Absetzen der Pille, in den Wechseljahren, rund um die Schwangerschaft usw.)
  • regelmäßige Einnahme synthetischer Hormone (schwächt das Vaginalmilieu)
  • Vitamin-D-Mangel
  • chronischer Stress
  • Antibiotikatherapien, Chemotherapie, Kortison-Einnahme

Wichtig außerdem zu wissen: Eine bakterielle Vaginose erhöht bedeutend das Risiko, sich mit beispielsweise sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren oder in der Schwangerschaft einen Abort, vorzeitige Wehen / Blasensprung oder aufsteigende Infektionen im Wochenbett zu bekommen.

Wie kann ich eine bakterielle Vaginose langfristig behandeln?

Mittel der Wahl in der Schulmedizin zur Behandlung von bakteriellen Vaginosen ist die antibiotische Therapie. Doch leider ist der Erfolg von Antibiotika meist nicht auf Dauer und die Rückfallquote kann nach 3 Monaten bei über 30 % liegen. Gerade bei chronischen Verläufen ist das ständige erneute Einnehmen von Antibiotika nicht nur lästig, sondern kann auch dazu beitragen, die bakterielle Vaginose weiter zu fördern.

Sicher weißt du, dass Antibiotika nicht nur die krankheitserregenden „bösen“ Keime abtöten, sondern wie eine Bombe in das Mikrobiom deines Körpers einschlagen. Das heißt: Auch die „guten“ Bakterien deiner Vagina werden angegriffen, doch gerade die wollen wir bei einer bakteriellen Vaginose wieder stärken.

 

Was wäre, wenn es dafür eine natürliche Alternative gäbe?

 

Die gibt es bereits! Und zwar die sogenannte Aromatherapie, bei der natürliche ätherische Öle aus der Pflanzenheilkunde als Alternative zu Antibiotika eingesetzt werden.

Diesen Ansatz verfolgt unter anderem auch das telemedizinische Startup für Frauengesundheit namens FEMNA Health aus Berlin. Erfahrene Heilpraktikerinnen und Ärztinnen bieten dir dort die Möglichkeit, im ersten Schritt über einen einfachen Abstrich von Zuhause aus deine vaginale Flora zu untersuchen, um im zweiten Schritt dann eine individuell auf dich angepasste Aromatherapie zusammenzustellen.

Doch erst einmal von vorn:

Was ist überhaupt eine Aromatherapie?

Die Aromatherapie ist ein Teilgebiet der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), die sich die Wirkung unterschiedlichster ätherischer Öle zu Nutze macht. Diese ätherischen Öle werden von Pflanzen selbst gebildet und können zum Beispiel über Wasserdampfdestillation oder Kaltpressung aus den Pflanzen gewonnen werden.

Neben der klassischen Anwendung dieser ätherischen Öle bei Massagen oder Inhalationsbädern überzeugten sie in den letzten Jahren vor allem aufgrund einer weiteren wichtigen Wirkung. Sie wirken auf verschiedenste Bakterien und Pilze abtötend, das heißt, sie sind antibakteriell und antimykotisch wirksam. Dadurch können sie auch in der Therapie von bakteriellen Entzündungen oder Pilzinfektionen Anwendung finden.

 

Bisher konnte diese Wirksamkeit in über 500 klinischen Studien nachgewiesen werden, sodass diese Aromaöle große Erfolge als Alternative zu Antibiotika versprechen.

 

Zusätzlich wirken sie entzündungshemmend, indem sie bestimmte Entzündungszellen unseres Körpers eindämmen.

Ein großer Vorteil, den Aromaöle gegenüber Antibiotika haben, ist, dass sie zielgerichtet eingesetzt werden können. Das bedeutet: Sie erhalten die „guten“ Keime unserer Normalflora und töten nur zielgerichtet die „bösen“ Erreger ab. Dieser Effekt beruht darauf, dass ätherische Öle ganz individuell dosiert und konzentriert werden können und schon ab sehr geringen Dosen Krankheitserreger schädigen, während unser Mikrobiom erst bei viel höheren Dosierungen angegriffen wird.

Um herauszufinden, welches ätherische Öl am besten gegen einen bestimmten Erreger wirkt, kann man ein sogenanntes Aromatogramm anfertigen. In diesem Testverfahren lässt man im ersten Schritt den zuvor mittels Abstrich isolierten Keim auf einer Nährlösung wachsen. Im Anschluss daran gibt man im zweiten Schritt verschiedenste ätherische Öle hinzu und wartet 18 – 24 Stunden bis sogenannte Hemmhöfe entstehen. Diese Hemmhöfe zeigen die Wirksamkeit der ätherischen Öle an, denn sie töten in diesem Bereich die Bakterien ab. Je größer der Durchmesser eines Hemmhofes, umso größer die Wirksamkeit.

Ein Aromatogramm liefert also wichtige Informationen für die anschließende Aromatherapie und garantiert, dass nur die Aromaöle therapeutisch eingesetzt werden, die die beste antibakterielle bzw. antimykotische Wirksamkeit haben.

Und FEMNA Health kann dich dabei unterstützen! Du kannst dir über ihre Webseite ganz einfach ein Testkit zusenden lassen und von Zuhause aus einen Vaginalabstrich durchführen. Sollte sich deine Vaginalflora nicht im Gleichgewicht befinden, können dich erfahrene Expertinnen dazu beraten und eine auf dich zugeschnittene Aromatherapie einleiten. Dazu werden die wirksamsten ätherischen Öle in Form eines Vaginalzäpfchens oder einer Salbe kombiniert, die du dann ganz einfach Zuhause anwenden kannst.

 

Neugierig geworden? Dann erfahre HIER mehr zum Vaginalstatus-Test von FEMNA Health.

Fazit

Auch wenn bakterielle Vaginosen symptomlos verlaufen können, kann ein Ungleichgewicht in deiner vaginalen Normalflora schwerwiegendere Folgen haben. Krankheitserregende Keime können weiter aufsteigen oder sich beispielsweise auch in Teilen deines Harntraktes ausbreiten und dort zu Entzündungen führen. Antibiotika können Beschwerden zwar kurzfristig lindern, behandeln das Problem aber nicht dauerhaft, sondern schädigen die „guten“ Beschützer deiner Vagina weiter.

Die Aromatherapie bietet dafür einen neuen Ansatz. Mit Wirkstoffen aus der Natur können Bakterien und Pilze ebenso effektiv und vor allem auch langfristig bekämpft werden.

Nimm deine vaginale Gesundheit selbst in Hand und teste von Zuhause aus, ob sich dein vaginales Mikrobiom im Gleichgewicht befindet.

Quellen

https://www.mymicrobiome.info/news-de/vaginales-mikrobiom-der-grundstein-fuer-die-weibliche-gesundheit.html

Kenyon, Chris; Colebunders, Robert; Crucitti, Tania (2013): The global epidemiology of bacterial vaginosis: a systematic review. In: American journal of obstetrics and gynecology 209 (6), S. 505–523. DOI: 10.1016/j.ajog.2013.05.006.

Nasioudis, D.; Linhares, I. M.; Ledger, W. J.; Witkin, S. S. (2017): Bacterial vaginosis: a critical analysis of current knowledge. In: BJOG : an international journal of obstetrics and gynaecology 124 (1), S. 61–69. DOI: 10.1111/1471-0528.14209.

Bradshaw, Catriona S.; Morton, Anna N.; Hocking, Jane; Garland, Suzanne M.; Morris, Margaret B.; Moss, Lorna M. et al. (2006): High recurrence rates of bacterial vaginosis over the course of 12 months after oral metronidazole therapy and factors associated with recurrence. In: The Journal of infectious diseases 193 (11), S. 1478–1486. DOI: 10.1086/503780.

Kalemba et al.: Antibacterial and antifungal properties of essential oils (2003)

Schwiertz et al.: In vitro activity of essential oils on microorganisms isolated from vaginal infections (2006)

Wiederkehrende Vaginosen - Aromatherapie bietet neuen Ansatz 3

Anna Windisch, die Autorin dieses Beitrags, ist Medizinstudentin und möchte später einmal im Bereich der Frauenheilkunde arbeiten.

Melanie Drewes ist Ärztin mit dem Schwerpunkt für ganzheitliche Frauenheilkunde und hat diesen Artikel medizinisch geprüft.

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