Vitalstoffmangel durch orale Kontrazeptiva? Die Pille als Vitalstoff-Killer an den Pranger zu stellen, klingt zwar böse und vielleicht auch ein bisschen überspitzt, trifft aber den Nagel auf den Kopf!

Dass orale Kontrazeptiva uns unserer Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente berauben, ist heutzutage kein Geheimnis mehr. Das ist überall nachzulesen. Nicht ohne Grund gibt es sogar Nahrungsergänzungsmittel, die speziell für „Pillen-Konsumentinnen“ entwickelt wurden, um die größten Mängel abzufangen. Leider gehört auch diese Tatsache zu den Informationen, die die meisten Schulmediziner einem gerne vorenthalten. Kommt man also nicht auf die Idee, sich selbst schlau zu machen und viel Zeit in Google zu investieren, bleibt einem dieses Wissen verwehrt. Wie hieß es damals schon in der Sesamstraße? „… Wer nicht fragt bleibt dumm!“

Welche Vitalstoffe werden gekillt und wieso eigentlich?

Vorab sollte ich erwähnen, dass es in unserer heutigen Zeit auch ohne Pille schon schwer genug ist, einen gesunden und ausgeglichenen Vitamin- und Mineralstoffhaushalt zu haben. Das liegt hauptsächlich daran, dass es leider auch mit gesunder Ernährung (und sind wir mal ehrlich: so super ernährungsbewusst sind die meisten von uns nicht) nicht unbedingt gegeben ist, dass wir genug Vitalstoffe zu uns nehmen. Wieso? Mal abgesehen davon, dass wir heutzutage in einer schnelllebigen und stressigen Welt leben, was den Verbrauch von wichtigen Nährstoffen erhöht, ist es fast unmöglich, diesem gerecht zu werden, denn durch raffinierte Lebensmittel, Anti-Nutrienten, Zusatzstoffe und verarmte Böden nehmen wir trotz offensichtlich gesunder Nahrung nicht genug Vitamine und Mineralstoffe auf.

Interessanter Artikel zum allgemeinen Thema „Nahrungsergänzung – ist das wirklich nötig?“ hier.

Wir verbrauchen mehr als wir zu uns nehmen

Kommt zu dieser schon gegebenen Unterversorgung noch die Pille hinzu, kann man sich eigentlich schon vorstellen, dass es die Situation nicht unbedingt verbessert. Für den Körper ist diese Art der Empfängnisverhütung purer Stress, denn durch diese tägliche Belastung arbeitet er auf Hochtouren. Das allein sorgt schon dafür, dass wir mehr Nährstoffe verbrauchen als wir überhaupt zu uns nehmen können.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, sorgt die Pille nach einer gewissen Zeit auch für eine erschöpfte Leber, die einige Mineralien nicht mehr speichern und verwerten kann, da sie bereits vollends mit dem Abbau der schädlichen Stoffe der Pille beschäftigt ist. Und weil sie damit schon alle Hände voll zu tun hat, vernachlässigt sie auch die Produktion der Gallenflüssigkeit, was sich wiederum negativ auf unsere Verdauung auswirkt. Hier haben wir dann auch schon das nächste Problem, denn die meisten Nährstoffe nehmen wir über den Darm auf. Doch das funktioniert durch die schlechtere Verdauung auch nicht mehr so gut wie es sollte.

Die Folge: Früher oder später fehlen uns Vitamin C, Vitamin D3, Vitamin B12, Vitamin B6, Magnesium, Mangan, Selen, Eisen, Jod und Zink. 

Was machen diese Mängel in unserem Körper?

Da sich die meisten nach dem Absetzen der Pille nur darauf konzentrieren, wie schnell sich der Zyklus wieder einpendelt und Pickel und Haarausfall verschwinden, sollte gesagt sein: Der gesamte Körper inkl. der endokrinen Organe und somit auch der Zyklus funktionieren nur, wenn sie ausreichend mit Vitalstoffen versorgt sind!

Jedes dieser Vitamine und Mineralstoffe besitzt viele Eigenschaften und Aufgaben in unserem Organismus. Das bedeutet natürlich auch, dass jeder einzelne dieser Mängel Beschwerden hervorrufen kann.

ACHTUNG

Falls nach dem Lesen dieses Artikels das unbedingte Verlangen entstehen sollte, sofort zur nächsten Apotheke zu rennen, um dir alle Vitamine und Mineralstoffe zu kaufen, ist das nicht unbedingt hilfreich. Der Körper und seine unendlich vielen Prozesse sind sehr komplex. Das eine Vitamin wird nur aktiv, wenn genug von dem anderen Mineralstoff da ist und das auch nur, wenn von allem das Verhältnis zueinander stimmt. Es ist also nicht einfach, ohne Hintergrundwissen Vitamine und Mineralstoffe zu substituieren. Zumal man diese auch überdosieren kann!

Ratsam ist also auch hier immer erst mal ein Besuch beim Arzt (am besten einen mit einer Zusatzausbildung in Orthomolekular- oder Ernährungsmedizin) oder Heilpraktiker. Wenn du unbedingt alleine loslegen möchtest, experimentiere nicht mit hochdosierten Einzelpräparaten, sondern nimm lieber ein hochwertiges Multipräparat. In diesen sind die Mengen der verschiedenen Komponenten schon sinnvoll aufeinander abgestimmt und man kann weniger falsch machen.

 

VITAMIN C

Vitamin C ist unheimlich wichtig für den Körper. Es ist beispielsweise als wichtiger Mitspieler an der Synthese von Hormonen sowie der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin beteiligt. Zudem ist dieses Vitamin wichtig für die Eisenaufnahme in unserem Dünndarm, bindet Schwermetalle (z.B. Nickel, Blei, etc.) und wirkt als Antioxidans. Antioxidantien sind enorm wichtig, da sie unsere Zellen schützen. Auch die Bildung von Kollagen funktioniert ohne Vitamin C nicht. Wozu Kollagen? Es sorgt für die Elastizität unserer Haut, den Sehnen, Blutgefäßen, Bändern und sorgt zudem noch für die Festigkeit unserer Zähne und Knochen. Da sogar Narbengewebe aus Kollagen besteht, hat Vitamin C somit auch eine wichtige Rolle bei der Wundheilung.

Ein Mangel an Vitamin C kann sich auf den gesamten Körper negativ auswirken. Nachdem wir uns gerade die Aufgaben von diesem wichtigen Vitamin angesehen haben, sollte nun klar sein, was bei einem Mangel alles schief gehen kann. Es kann mit unscheinbaren Symptomen anfangen, die man niemals mit einem Vitaminmangel in Verbindung bringen würde, wie beispielsweise Zahnfleischbluten oder kleine rötliche Flecken unter der Haut. Diese können erste Anzeichen dafür sein, dass der Körper nicht genügend Kollagen herstellen kann. Bleibt ein Vitamin-C-Mangel lange unerkannt, kann es die gesamte Körperfunktion beeinträchtigen und sogar neurologische Probleme hervorrufen.

Mögliche Symptome:
  • Blutungen von Haut und Schleimhäuten
  • raue, schuppige und trockene Haut
  • schlechte Wundheilung, häufig blaue Flecken
  • lockere Zähne, Zahnfleischbluten, häufige Zahnfleischentzündungen
  • Gelenk- und Gliederschmerzen
  • Schwäche und Müdigkeit
  • erhöhte Infektanfälligkeit, schwaches Immunsystem
  • Depressionen, Stimmungsschwankungen, Unausgeglichenheit und Reizbarkeit

VITAMIN D3

Vitamin D hat eine Schlüsselfunktion für unsere Gesundheit. Es ist an Unmengen von Regulierungsvorgängen in den menschlichen Körperzellen beteiligt, reguliert den Kalziumhaushalt, ist wichtig für die Knochengesundheit, in manchen Kreisen spricht man von einer krankheits- bzw. krebsvorbeugender Wirkung und es ist, anders als der Name erahnen lässt, kein Vitamin, sondern eigentlich ein Hormon.

Ein Mangel an Vitamin D macht nicht nur müde und schlapp, sondern sorgt beispielsweise noch für folgende Symptome:
  • Müdigkeit
  • Depression
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • schwaches Immunsystem
  • Schwindel
  • Kreislaufprobleme
  • Muskelschwäche
  • Muskelzittern
  • Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen

VITAMIN B12

Vitamin B12 ist der König unter den Vitaminen! Kaum ein anderes Vitamin übt einen vergleichbaren Einfluss auf unser körperliches, mentales und emotionales Wohlergehen aus. Zu den zentralen Aufgaben von Vitamin B12 gehören u.a. Aufgaben im Bereich des Nervensystems, des Stoffwechsels, der Blutbildung und Entgiftung.

Den wichtigsten Einfluss hat es auf die Synthese der DNA (Zellteilung, Blutbildung), den Energiestoffwechsel (Energieproduktion in den Mitochondrien), den Lipidstoffwechsel (Aufbau der Zellmembranen, Aufbau von Myelinscheiden, Schutz der Nerven im Zentralnervensystem und Gehirn) und auf die Synthese von Hormonen und Neurotransmittern. Dummerweise ist es nicht nur eins der wichtigsten Vitamine, sondern auch das Vitamin, welches für unseren Körper am schwierigsten zu resorbieren, sprich verarbeiten ist. Für die richtige Verwertung von Vitamin B 12 muss genug Magensaft vorhanden sein und sowohl die Magenschleimhaut als auch die Darmschleimhaut müssen gesund und frei von Schlacken sein.

Die Symptome eines Vitamin B12-Mangels können vielfältig sein, wie beispielsweise:
  • Depression, Angst, Wutanfälle, Stimmungsschwankungen
  • Anämie
  • Sprachprobleme
  • Nervosität
  • emotionale Instabilität
  • Haarausfall
  • Muskelschwäche
  • Schwindel
  • Vergesslichkeit
  • Krämpfe
  • Zittern
  • Muskelsteifheit, Muskelschwäche
  • unruhige Beine
  • Halluzinationen
  • Ohnmacht
  • Kopfschmerzen
  • Verlust der Selbstkontrolle
  • Blähungen
  • Gehirnnebel
  • Konzentrationsverlust, Gedächtnisprobleme, Denkschwierigkeiten
  • Mangel an Magensäure
  • Schleier vor den Augen, Sehschwäche
  • Libidoverlust
  • Antriebslosigkeit
  • taube Extremitäten
  • Ungeduld/Gereiztheit
  • Zungenbrennen
  • Intercostal-Neuralgie (Rippenschmerzen)

VITAMIN B6

Vitamin B6 ist an mehr als 100 Prozessen im Stoffwechsel beteiligt. Die meiste Arbeit leistet das Vitamin im Eiweißstoffwechsel, nämlich bei der Herstellung von Aminosäuren. Außerdem hat Vitamin B6 auch einen großen Einfluss auf das Nervensystem, das Immunsystem und beeinflusst die Funktion gewisser Hormone, wie auch der Sexualhormone.

Auch für das Wachstum und die Entwicklung unseres Körpers ist Vitamin B6 von großer Bedeutung. Deshalb wird Schwangeren oft dazu geraten, neben einer ausreichenden Versorgung mit Folsäure und Vitamin B12, auch auf eine genügend hohe Dosierung von Vitamin B6 zu achten. Therapeutisch wird B6 auch zur Behandlung von verschiedenen Hautkrankheiten, Übelkeit, PMS und sogar dem Karpaltunnelsyndrom eingesetzt. Im Normalfall kommt ein Vitamin B6-Mangel eher selten vor, jedoch gibt es verschiedene Umstände, die den Vitamin-B6-Bedarf des Körpers erhöhen. Dazu gehören Schwangerschaft, Stillen und die langdauernde Einnahme bestimmter Medikamente wie z.B. der Pille.

Ein Vitamin B6-Mangel kann sich durch folgende Symptome bemerkbar machen:
  • Akne
  • entzündete Mundwinkel (Mundwinkelrhagaden)
  • Müdigkeit, Leistungsschwäche, Konzentrationsprobleme
  • Darmbeschwerden wie Durchfall, aber auch Übelkeit und Erbrechen
  • Infektanfälligkeit
  • Lichtempfindlichkeit
  • Reizbarkeit
  • verstärkte Menstruationsbeschwerden

Ein starker Vitamin-B6-Mangel kann zu Funktionsstörungen der Leber und des Nervensystems führen und vermindert die Aufnahme bzw. Verwertung wichtiger Mineralstoffe wie z.B. Eisen, Magnesium und Kalzium.

Ratgeber

MAGNESIUM

Magnesium ist ein Mineralstoff, welcher für mehr als 300 Stoffwechselprozesse im Körper benötigt wird. Im Grunde geschieht in unserem Körper also so gut wie nichts ohne Magnesium, weshalb ein Mangel viele verschiedene Gesichter haben kann. Je nach dem, wo es in unserem Körper an diesem Mineralstoff fehlt, treten eventuell Symptome auf, die wir auf den ersten Blick nicht als solche erkennen. Muskeln, Gefäße, Herz, Nerven, Knochen, Nieren, die Verdauung, der weibliche Zyklus, die Psyche, der Schlaf und das Immunsystem: All diese Körperregionen können auf einen niedrigen Magnesiumspiegel reagieren – ein Magnesiummangel lässt also eigentlich kaum ein medizinisches Fachgebiet aus.

Hier das breit gefächerte Beschwerdebild bei Magnesiummangel:
  • Muskelkrämpfe, Muskelzucken
  • Reizbarkeit, innere Unruhe, Verwirrtheit, Konzentrationsschwäche, Benommenheit, Schwindel
  • Angstgefühle
  • Müdigkeit, Mattigkeit, Energielosigkeit, Schwäche, Erschöpfung
  • erhöhtes Schlafbedürfnis oder Schlaflosigkeit
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Verspannungen der Nacken- und Schultermuskulatur
  • Kreuz- und Rückenschmerzen
  • Geräuschempfindlichkeit, Ohrensausen (Tinnitus)
  • kalte Füße und Hände
  • Taubheitsgefühl in Beinen und Armen, Empfindungsstörungen wie Kribbeln
  • Herzklopfen, Herzrasen, Herzstolpern (Herzrhythmusstörungen)
  • Magenkrämpfe, Übelkeit, Appetitlosigkeit
  • Verstopfung, auch im Wechsel mit Durchfall
  • Störungen der Menstruation mit PMS (Prämenstruelles Syndrom), verstärkte Menstruationsblutung, schmerzhafte Periodenkrämpfe
  • Verstärkung allergischer Symptome

EISEN

Eisen spielt in unserem Stoffwechsel eine wichtige Rolle, denn es ist der zentrale Baustein des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, dem Sauerstofftransporter. Das Hämoglobin nimmt den Sauerstoff in der Lunge auf und befördert ihn durch die Blutgefäße zu den verschiedenen Geweben und Organen. Dort wird er abgegeben, um alle Zellen mit neuer Brennenergie zu versorgen. Jede Körperzelle verfügt über eigene Minikraftwerke, den sogenannten Mitochondrien. Diese benötigen Sauerstoff, um Kohlenhydrate und Fettsäuren verbrennen zu können. Frauen sind stärker von diesem Mangelzustand betroffen als Männer.

Diese Symptome können sich bei einem Eisenmangel zeigen:
  • blasse Haut und Schleimhaut
  • Kurzatmigkeit
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Leistungsabfall, Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen
  • Nervosität, innere Unruhe, Restless-Legs-Syndrom (unruhige Beine)
  • Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden
  • Schwächeanfälle
  • Störungen der Wärmeregulation: Kältegefühl
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Hauttrockenheit
  • brennende Zunge
  • rissige Lippen
  • Schluckbeschwerden, Sodbrennen
  • starker Haarausfall, stumpfes, gespaltenes Haar
  • brüchige Nägel

ZINK

Auch wenn wir Zink immer nur mit schönen Nägeln und Haaren in Verbindung bringen, hat es eigentlich viel mehr zu bieten. Da Zink für die Zellteilung benötigt wird, ist es unheimlich wichtig für die Haut, das Bindegewebe und ganz besonders für die Wundheilung. Auch die Abwehrzellen des Körpers benötigen Zink, um unser Immunsystem bei Laune zu halten. Es hat eine antivirale Wirkung und ist im Stande, die Schleimhautstruktur so zu stärken, dass das Anheften und Eindringen von bösen Viren verhindert wird. Die entzündungshemmende Eigenschaft des Zinks hilft nicht nur bei zahlreichen Hauterkrankungen wie Akne, Schuppenflechte und Neurodermitis, sondern auch bei Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut.

Typische Beschwerden bei einer Unterversorgung können folgende sein:
  • Haarausfall, brüchige Haare und Nägel,
  • verminderte Wundheilung und Hautentzündungen
  • rissige, trockene Haut
  • Akne
  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall
  • Nachtblindheit
  • Schwächung des Immunsystems
  • eingeschränkte Leistungsfähigkeit

SELEN

Der Körper braucht Selen, um die Zellen vor freien Radikalen (schädliche Sauerstoffverbindungen, die Zellen angreifen) zu schützen. Selen wirkt antioxidant und entzündungshemmend. Enorm wichtig ist Selen zudem für eine gesunde Schilddrüsenfunktion, da es für die Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 (Speicherform) in T3 (aktive Form) notwendig ist. Und wie wichtig eine gesunde Schilddrüsenfunktion gerade im endokrinen System bei uns Frauen ist und welchen Einfluss das auf unsere restlichen Hormone hat, haben wir ja bereits gelernt.

Typische Symptome eines Selenmangels können folgende sein:
  • Mangel an Konzentration
  • erhöhte Anfälligkeit für Stress
  • Nagelveränderungen
  • Haarausfall

MANGAN

Mangan ist wichtig für die Funktion verschiedener Eiweiße und somit beteiligt am Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel, an der Herstellung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse, am Aufbau von Knochen- und Knorpelgewebe, an der Herstellung der Schilddrüsen- und Sexualhormone, an der Fruchtbarkeit, am Abbau von verschiedenen Eiweißbausteinen, an der Blutgerinnung und es schützt die Zellen vor einer Schädigung. Es hat also auch viel Einfluss auf unsere Gesundheit und viele Körperfunktionen. Ein Mangel kommt bei Menschen allerdings sehr selten in einem Ausmaß vor, in dem es anhand auffälliger Beschwerden in Erscheinung tritt.

Nachfolgend Symptome, die entstehen können:
  • Blutgerinnungsstörungen
  • erhöhte Calcium-, Phosphor- und Glukoseblutwerte
  • geringer HDL-Cholesterin-Wert
  • Unfruchtbarkeit
  • Wachstumsstörungen und Neigung zu Knochenbrüchen
  • trockene Haut und andere Gewebestörungen
  • Ergrauen der Haare
  • Infektanfälligkeit
  • Muskelzuckungen
  • Störungen des zentralen Nervensystems (Verwirrtheit, gestörte Koordination, etc.)

JOD

Jod ist ein unheimlich schwer diskutiertes Thema und spaltet die gesamte Medizinwelt in zwei Lager. Die eine Seite behauptet, Jod sei schädlich und man sollte darauf achten, bloß nicht zu viel davon mit der Nahrung aufzunehmen. Die Verfechter dieser Theorie sind auch der Meinung, dass uns die böse „Jodierung“ einiger Lebensmittel krank macht und dass man gerade bei Schilddrüsenerkrankungen (insbesondere Hashimoto) unbedingt auf Jod verzichten sollte. Die andere Seite ist der Meinung, dass Jod eine essenzielle Rolle für unsere Gesundheit spielt und wir sicher stellen sollten, genug Jod zu uns zu nehmen. Gerade bei Schilddrüsenfunktionsstörungen und auch bei Hashimoto sei Jod sehr wichtig.

Die Pro-Jod-Bewegung geht sogar noch einen Schritt weiter, denn laut ihnen ist Jod nicht nur wichtig für unsere Schilddrüse, sondern für alle Körperzellen – ganz besonders aber für Gehirn, Brust und Eierstöcke. Welche Seite hat nun recht? Ich persönlich habe mich auf die Pro-Seite geschlagen, finde aber, dass sich jeder selbst eine Meinung bilden sollte. Es ist ein wirklich komplexes Thema und um sich eine eigene Meinung bilden zu können, sollte man sich ein bisschen Zeit nehmen und in die Thematik einlesen.

Ein Jodmangel kann sich mit den typischen Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion zeigen, also:
  • Müdigkeit, Antriebsarmut, Lustlosigkeit
  • Konzentrationsstörungen und Leistungsschwäche
  • stärkeres Schlafbedürfnis oder Schlafstörungen
  • Kälteempfindlichkeit
  • Ängste, Depressionen
  • Schluckbeschwerden, Kloß im Hals
  • rauhe, heisere Stimme
  • Verdauungsstörungen, Verstopfung, Durchfall
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • trockene Haut
  • Gewichtszunahme
  • hohe Cholesterinwerte

 


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Über die Autorin dieses Artikels

Isabel ist Gründerin von Generation Pille und Autorin der Bücher "ByeBye Pille" und "Kleine Pille, große Folgen". Ziel der Seite und jedem einzelnen Beitrag ist es, Frauen zu helfen, ihren Körper besser zu verstehen, Symptome zu deuten und sowohl körperliche als auch hormonelle Zusammenhänge zu begreifen. Der Fokus ihrer Beiträge liegt hierbei ganz klar auf den Themengebieten Frauengesundheit, Hormone, hormonelle Beschwerden und natürliche Verhütung.
Instagram: @_isabelmorelli_
Kontakt: hello@generation-pille.com

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