Wie man mit der Psychosomatik die Grenzen rein körperlicher Therapien überwinden kann

In diesem Artikel zeige ich auf, welche Chancen eine ganzheitliche Therapie mit psychosomatischen Ansätzen hat, was auf der körperlichen Ebene notwendig ist und auf der seelischen Ebene nicht vernachlässigt werden sollte, um gesund zu werden und vor allem, um gesund...

Hormonbalance: Was du selbst dafür tun kannst

Ein hormonelles Ungleichgewicht kann viele Gesichter haben. Die gute Nachricht: Du kannst aktiv etwas zugunsten deiner Hormongesundheit tun. In diesem Beitrag findest Du ein paar hilfreiche Tipps, wie Du deine Hormonbalance selbst unterstützen und dauerhaft positiv...

Die Zahl der jährlich steigenden Neuerkrankungen an Brustkrebs ist uns allen präsent und sehr erschreckend. Doch nicht hinter jeder Zahl steckt auch ein schlimmes Schicksal, denn auch Vorstufen wie das DCIS (Ductales Carcinoma in situ) werden in dieser Statistik mit gelistet. Nichtsdestotrotz möchte niemand diese Diagnose bekommen und fragt sich: Kann ich selbst was für die Gesundheit meiner Brust tun? JA! Und wie? Das erfährst du in meinem heutigen Beitrag.

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Schnürt Eure Brüste nicht ein

Ein schicker BH gibt Halt und Form, sollte aber auch so bequem wie möglich sein. Ist er zu eng oder pieksen dich die eingenähten Bügel in die Achselhöhle, dann kann der BH nicht der optimale für dich sein. Zu enge Kleidungsstücke behindern den Lymphabfluss. Besonders in der Region, in der unsere schicke Unterwäsche sitzt, befinden sich viele kleine Lymphgefäße und Lymphknoten.

Das Lymphsystem ist ein sehr wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems. Kommt es durch einen zu engen BH zum Lymphstau, belastet dies die natürliche Abwehr in der Brust. Keime und abgestorbene Zellen können nicht mehr abtransportiert und in den Filterstationen – den Lymphknoten – unschädlich gemacht werden. Die Lymphe liegen nicht sehr tief und bei einer Wasseransammlung kann durch ein leichtes Ausstreichen von der Mamille (Brustwarze) nach außen bis in die Achselhöhle Abhilfe geschafft werden. Meine Empfehlungen sind bügellose, push-up freie BHs oder Sport-BHs bzw. Tops.

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Sport ist nicht nur für die Figur gut

Sport sorgt für die Aktivierung der Muskeln, was zu einer Mehrdurchblutung des Gewebes und zusätzlich zur Anregung des Lymphabflusses führt. So wird der Transport der lebenswichtigen Nährstoffe an jede Zelle gefördert und der Abtransport der Stoffwechselendprodukte aus dem Gewebe gewährleistet.

Ganz besonders eignen sich Sportarten wie Nordic Walking, Training auf dem Stepper oder Cross Trainer, Joggen, Tanzen und vieles mehr für mind. 20 Minuten täglich.

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Ernährung

Der sogenannte Umweltfaktor, welcher sich u. a. aus Ernährung und Lifestyle zusammensetzt, wird häufig in Zusammenhang mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko genannt. So wurde zum Beispiel herausgefunden, dass in der EU etwa 6 % aller Karzinome durch Übergewicht bedingt sind (1).

Auch die Art der Fette scheint ein signifikanter Faktor zu sein. Nach einer weiteren Studie, in der sich Frauen mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren (wie kalt gepresstes Olivenöl, Leinöl, Nussöle) ernährten, reduzierte sich das Risiko an einem Mammakarzinom zu erkranken um 30 % (2). Folglich wirken sich Alkohol, Zucker und gesättigte fettreiche Kost negativ auf das Brustkrebsrisiko aus.

Eine gemüsereiche, fleischarme Kost ist auch hier angesagt

  • 3 – 5 mal Gemüse täglich
  • eine Hand voll Nüsse (wer sie verträgt), denn gerade Nüsse und Samen sind reich an Mikronährstoffen wie Selen und Zink
  • guter Fisch wie Makrelen, Hering, Lachs mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren
  • saisonales Obst aber auch Granatapfel, Grapefruit und Beeren

Warum ist gerade Kohlgemüse so gesund?

Ganz besonders möchte ich dir das Kohlgemüse ans Herz legen. Blumenkohl, Brokkoli, Meerrettich, Weißkohl, Kohlrabi, Zwiebeln, Knoblauch u.v.m. Die schwefelhaltige Verbindung im kleinen Gemüsekohl ist hierbei besonders wichtig. In einem gut funktionierenden Darm (und abhängig von der Besiedlung mit Bifidobakterien, was du mittels Darm-Check untersuchen kannst) werden die sekundären Pflanzenstoffe freigesetzt. Gleichermaßen sind die Senföle antientzündlich. Zwei wichtige Bestandteile, wenn es um die Bremswirkung der Entstehung „falscher Zellen“ geht. Diese Stoffwechselvorgänge, bei denen auch Östrogen abgebaut wird, sind im Übrigen abhängig von Mikronährstoffen wie Selen, Zink, Vitamin D und Gluthathion.

Hier ein kleiner Auszug von Gewürzen und Kräutern für deinen Speiseplan

  • Basilikum: antioxidativ, krampflösend, leicht östrogenartig
  • Curcuma: antientzündlich und nierenstärkend
  • Fenchel: verdauungsfördernd, milzstärkend
  • Ingwer: antientzündlich und antioxidativ
  • Kapuzinerkresse: antibakteriell, antiviral
  • Oregano: antibakteriell, antiviral, krampflösend
  • Petersilienwurzel: reich an Calcium, Vitamin C, Eisen
  • Rosmarin: schmerzstillend, entspannend, durchblutungsfördernd, wärmend
  • Salbei: schweißhemmend, krampflösend, antientzündlich

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Vitalstoffe

Wie Du schon herausgelesen hast, funktioniert dein Körper immer als ganzes System. Für alle Stoffwechselvorgänge, Prozesse und Bildung von z. B. Enzymen oder Hormonen brauchen wir einzelne Bausteine, die wir entweder aus der Nahrung aufnehmen können oder bei einem Mangel auch mal von außen zuführen sollten.

Essenziell sind Vitamine (A, B, C, D, E), Coenzym Q10, Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren und die Nährstoffe Magnesium, Calcium, Zink, Selen, Eisen sowie Jod. Wenn du genau wissen möchtest, wie es um deinen Status steht, kannst du dies über einen Bluttest bei deinem/deiner Arzt*in oder deinem/deiner Heilpraktiker*in testen lassen.

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Immunsystem

Schon allein durch die Ernährung und den Sport sowie mit einem gesunden Verhältnis verschiedener Vitalstoffe ist dein Immunsystem gut unterstützt. Antioxidanzien spielen eine wichtige Rolle (OPC, Selen, Vitamin C), denn sie fangen die freien Radikalen, die in unserem Körper bei Stoffwechselvorgängen automatisch anfallen, aber sofort unschädlich gemacht werden müssen.

Du kannst zusätzlich noch einiges selbst beitragen:

  • Saunabesuche
  • Kneippanwendungen
  • Bürstenmassagen
  • Wechselduschen
  • Intervallfasten
  • Schröpfen
  • Akupunktur

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Selbstuntersuchung

Du kennst deinen Körper sehr gut. Nutze dieses Wissen!!! Ein regelmäßiges Abtasten deiner Brüste ist zu empfehlen. Am besten eignet sich die Zeit nach dem Einsetzen der Regelblutung bis ca. zum 7. Tag. Auch eine gute Betrachtung der Hautoberfläche, der Brustwarzen und der Brustform ist wichtig. Bitte betrachte dich dabei in verschiedenen Stellungen vor dem Spiegel:

  • im normalen Stand
  • im Stand mit gehobenen Armen
  • im Stand mit stark gestreckten Armen und Arme hinter dem Kopf
  • in der Oberkörpervorbeuge
  • mit angespannten Brustmuskel

Abtasten ist Millimeterarbeit

Wähle eine Brust und taste mit leichten 3x kreisenden Bewegungen deiner Fingerkuppe vom Schlüsselbein bis zur Umschlagfalte der Brust und vom Brustbein bis zur Achselhöhle. Die kreisenden Bewegungen sollten jeweils mit unterschiedlichem Druck wiederholt werden, aber nie unangenehm.

  • 1 x leichter Druck für die Hautpartie und das darunterliegende Gewebe
  • 1 x mittlerer Druck
  • 1 x etwas stärker Druck, um auch in die Tiefe zu gehen

Zwischen den Untersuchungskreisen sollten keine Stellen ausgelassen werden. Taste am besten in Bahnen.

 

Diese Untersuchung darf den Besuch beim Frauenarzt nicht ersetzen.

Quellen

(1) Bergstrom A, Pisani P, Tenet V et al. (2001): Overweight as an avoidable cause of cancer in Europe

(2) Favero A, Parpinel M, Monellea M (1999): Energy sources and risk of cancer of the breast andcolon-rectum in Italy