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Lebenszyklen einer Frau aus ayurvedischer Sicht

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Blasenentzündungen sind lästig, das weiß frau am besten. Vor allem dann, wenn sie immer wiederkehren und man nie so richtig Ruhe reinbekommt. Antibiotika lindern die Beschwerden vielleicht für eine kurze Weile, doch eine effektive langfristige Behandlung haben die meisten Frauen noch nicht wirklich gefunden.

Damit bist du nicht allein! Denn ca. eine Million Frauen in Deutschland leiden an sogenannten rezidivierenden Zystitiden, also an wiederkehrenden Blasenentzündungen.

Wieso es eigentlich immer wieder zu diesen unangenehmen Blasenentzündungen kommen kann und wie die Therapie mit sogenannten AutoVaccinen langfristig helfen kann, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist eine Zystitis?

Im Fachjargon wird eine Blasenentzündung auch als Zystitis bezeichnet. Was wir oft umgangssprachlich auch als Harnwegsinfekt betiteln, muss jedoch nicht immer eine Entzündung der Harnblase sein, sondern kann auch die unteren Harnwege, wie die Harnröhre oder in schwerwiegenderen Fällen sogar die Harnleiter bis das Nierenbecken, betreffen.

Was alle Arten der Harnwegsinfektionen jedoch verbindet, sind die unangenehmen Symptome, zu denen sie führen können. Dazu können zählen:

  • erschwerte Blasenentleerung
  • schmerzhaftes Wasserlassen
  • ständiger unangenehmer Harndrang
  • Blut im Urin
  • bei schwerwiegenderen Formen ggf. Fieber, Schüttelfrost und Flankenschmerzen

Und dann sind da noch die Harnwegsinfekte, die nie so richtig verschwinden wollen oder aber immer wieder zurückkommen. Mediziner:innen sprechen dabei von sogenannten rezidivierenden Zystitiden, wenn ≥ 3 Infekte pro Jahr oder aber ≥ 2 Infekte pro Halbjahr vorliegen.

Wie kommt es eigentlich zu einer Blasenentzündung?

Bevor wir darüber sprechen, wie deine Blase krank wird, sollten wir uns zunächst einmal die gesunde Blase anschauen. Viele Jahre dachte die Wissenschaft, dass sowohl unsere Blase als auch unser Urin steril – also komplett frei von Bakterien – seien. Doch dem ist nicht so, denn die Schleimhaut unseres Harntraktes ist – genauso wie unser Darm oder unsere Vagina – mit einem Schutztrupp vieler unterschiedlicher „guter“ Keime ausgestattet – dem Urobiom. Diese sind dafür verantwortlich, deine Blase vor bösen Krankheitserregern und anderen Eindringlingen zu verteidigen.

Dazu zählen einerseits die sogenannten Laktobazillen, die auch einen Großteil deines vaginalen Mikrobioms ausmachen. Das heißt, dein Urobiom steht mit deiner vaginalen Normalflora in einem engen Zusammenhang. Wird also die Keimbesiedlung deiner Vagina durcheinandergebracht, hat das auch Auswirkungen auf deine Blase – und andersrum.

Dann gibt es noch das Bakterium Gadnerella vaginalis, welches in geringer Anzahl ebenso zur normalen Vaginalflora zählt. Vermehrt dieses sich aber über eine bestimmte Grenze, kann es krankheitserregend sein und so auch den Leitkeim der bakteriellen Vaginose darstellen. Gelangt Gadnerella vaginalis in die Blase, fördert es dort Infektionen und Entzündungen.

Sicher hast du schon einmal davon gehört, dass 70 – 95 % aller Harnwegsinfektionen durch die Darmbakterien namens E. coli verursacht werden. Dass aber besonders die Bakterien aus der Vagina dafür verantwortlich sind, dass Blasenentzündungen immer wieder zurückkommen, wissen die wenigsten. Und wir erklären dir hier, wie sie das genau anstellen:

Die allererste Entzündung deiner Harnwege kommt tatsächlich durch die E. coli-Bakterien, wenn sie sich einen Weg vom Darm in deine Harnröhre gesucht haben. Bei einem einmaligen Infekt führen sie nur zu einer oberflächlichen lokalen Entzündung, aber in manchen Fällen können sie sich auch tiefer in die Blasenschleimhaut verkriechen und dort einen sogenannten Biofilm bilden. Dieser wirkt wie ein Schutzfilm: Hier können sich die Bakterien weiter vermehren und verdichten, versorgen sich gegenseitig mit Nährstoffen und können bis zu 1500-fach höhere Antibiotikakonzentrationen aushalten. Kein Wunder also, dass die Blasenentzündung durch solche Biofilm-Bakterien schneller wieder aufflammen kann!

In diesem Biofilm fühlen sich die E. coli-Bakterien pudelwohl, fahren ihren Stoffwechsel zurück und fallen also wie in eine Art Winterschlaf. Man spricht in diesem Stadium auch von den inaktiven E. coli-Bakterien. Das merkst auch du, denn deine unangenehmen Beschwerden bessern sich und du freust dich, dass der Harnwegsinfekt überstanden ist. Insgeheim freuen sich aber die Bakterien in den Tiefen deiner Blasenschleimhaut und warten nur darauf, endlich wieder geweckt zu werden.

Eine Schlüsselfunktion übernehmen dabei die oben erwähnten Gadnerella vaginalis aus deiner Vagina. Gelangen sie über deine Harnröhre in die Blase, können sie die Schleimhaut verletzen und die darunter schlummernden E. coli-Bakterien wecken. Diese können über den Defekt in der Blasenwand nun wieder hervortreten und eine lokale oberflächliche Entzündungsreaktion auslösen. Die Blasenentzündung samt lästigen Beschwerden ist wieder zurück! Und ein Teufelskreis beginnt.

Was kann ich bei immer wiederkehrenden Blasenentzündungen tun?

Du hast keine Lust mehr darauf, schon das vierte Antibiotika in diesem Jahr zu nehmen, weil der Harnwegsinfekt einfach nicht weggehen will? Da bist du nicht die einzige.

Denn deine Beschwerden können sich zwar nach einer Antibiotika-Behandlung vorerst bessern, die Darmbakterien verkrümeln sich aber nur vorübergehend in ihrem tiefen sicheren Biofilm und warten darauf, wieder geweckt zu werden.

Genau dieses Wissen darüber, was genau bei einem Harnwegsinfekt passiert und welche Keime zu welchem Zeitpunkt Auslöser für das Wiederaufflammen sein können, ist der Schlüssel zur richtigen Diagnostik und letztendlich auch zu einer effektiven und langfristigen Therapie!

Das hat auch FEMNA Health, ein frauengeführtes Telemedizin-Unternehmen aus Berlin, erkannt:

Mit dem FEMNA-Blasentest besteht die Möglichkeit, dass sich Frauen von Zuhause aus auf die wichtigsten Bakterien, die für immer wiederkehrende Harnwegsentzündungen verantwortlich sind, testen lassen. Dazu zählen unter anderem:

  • inaktive E. coli
  • aktive E. coli
  • Gardnerella vaginalis
  • Enterobacteriaceae, Streptokokken, Staphylokokken und weitere

Das Gute dabei: Dein Urin wird im Labor für 14 Tage aufbewahrt und könnte dann im zweiten Schritt zur Herstellung einer sogenannten AutoVaccine genutzt werden – ein individuell hergestellter Impfstoff zur oralen Einnahme, der langfristig rezidivierende Blasenentzündungen behandeln kann.

Was sind AutoVaccine?

Die sogenannte AutoVaccine-Therapie stellt eine erfolgsversprechende langfristige Therapiemöglichkeit bei rezidivierenden Blasenentzündungen dar. Übersetzt bedeutet das Wort „AutoVaccine“ so viel wie „Eigenimpfstoff“ – denn im Gegensatz zu einer dir bekannten herkömmlichen Impfung werden dabei keine fremden Bakterien, sondern deine eigenen verabreicht. Dafür werden aus deiner Urinprobe deine körpereigenen E. coli-Bakterien herausgefiltert und für dein individuelles AutoVaccine-Heilmittel aufbereitet.

Der Sinn dahinter: Dein Immunsystem soll auf genau diese Keime aufmerksam gemacht werden und lernen, wieder effektiver gegen diese eigenen Bakterien vorzugehen. Und diese Therapiemethode zeigte schon viel Erfolg: Eine Studie aus dem Rheinland zeigte, dass 20 von 21 Patientinnen mit rezidivierenden Zystitiden nach AutoVaccine-Therapie beschwerdefrei blieben (siehe Quelle (1)).

Auch FEMNA Health sieht in der AutoVaccine-Behandlung eine erfolgsversprechende Alternative zur herkömmlichen Antibiotika-Therapie! Sie bietet die Möglichkeit, anhand deiner Urinprobe aus dem Blasentest ein individuell auf dein persönliches Erregerspektrum angepasstes AutoVaccine herzustellen, das du dann in Form eines Sprays oral einnehmen kannst.

Fazit

Nun weißt du, was hinter all den fiesen Harnwegsinfekten so stecken kann und dass gerade dieses Wissen entscheidend für die richtige und langfristige Therapie von rezidivierenden Blasenentzündungen ist. Antibiotika können zwar kurzfristig Beschwerden lindern, aber bekämpfen nun mal nicht den eigentlichen Auslöser. Deshalb ist es wichtig, zunächst herauszufinden, was genau für deine Blasenentzündung verantwortlich ist, um diesen Auslöser dann zielgerichtet – beispielsweise in Form von AutoVaccinen – behandeln zu können.

Setze wiederkehrenden Blasenentzündungen ein Ende – mit AutoVaccinen 3

Anna Windisch, die Autorin dieses Beitrags, ist Medizinstudentin und möchte später einmal im Bereich der Frauenheilkunde arbeiten.

Melanie Drewes ist Ärztin mit dem Schwerpunkt für ganzheitliche Frauenheilkunde und hat diesen Artikel medizinisch geprüft.

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